Verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser

17.07.2026
Symbolfoto: Adobe Stock

Die anhaltenden Hitzeperioden und die seit Wochen ausbleibenden ergiebigen Niederschläge führen auch in Freilassing zu einem deutlich erhöhten Trinkwasserverbrauch. Die Stadtwerke Freilassing bitten deshalb alle Bürgerinnen und Bürger um einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit unserem wichtigsten Lebensmittel – dem Trinkwasser.

Bis zu 30 Prozent höherer Wasserverbrauch

Die Wasserversorgung der Stadt Freilassing ist derzeit uneingeschränkt sichergestellt. Festzustellen ist aber, dass die außergewöhnlichen Wetterbedingungen das Verbraucherverhalten verändert haben. In den vergangenen Tagen wurden Tagesverbräuche mit bis zu 30 Prozent Steigerungen gegenüber regulärer Durschnittswerte erreicht. Diese Spitzen entstehen vor allem durch die gleichzeitige Bewässerung von Gärten, das Befüllen privater Pools sowie weitere wasserintensive Anwendungen während der heißen Sommermonate.

Verteilung vom Hochbehälter aus

Das Trinkwasser der Stadt Freilassing wird über die Brunnenanlagen der Stadtwerke aus dem Grundwasser gewonnen und im Hochbehälter Tiefental gespeichert. Von dort aus wird es zuverlässig an die Haushalte und Betriebe im Versorgungsgebiet verteilt.

Unser Trinkwasser braucht Zeit

Trinkwasser ist Teil eines natürlichen Wasserkreislaufs. Regen- und Schmelzwasser versickern im Boden und gelangen – abhängig von den geologischen Gegebenheiten – langsam in tiefere Bodenschichten, wo sie das Grundwasser bilden. Aus diesem wertvollen Grundwasservorkommen fördern die Stadtwerke Freilassing das Trinkwasser über ihre Brunnenanlagen.

Vorräte erneuern sich in Trockenperioden langsamer

Die Neubildung von Grundwasser erfolgt wesentlich langsamer, als Wasser verbraucht werden kann. Je nach Bodenbeschaffenheit und Gestein dauert es mehrere Monate bis viele Jahre, teilweise sogar Jahrzehnte, bis Niederschlagswasser wieder als Grundwasser zur Verfügung steht. Gerade längere Trockenperioden und heiße Sommer führen dazu, dass weniger Wasser versickert und sich die natürlichen Grundwasservorräte langsamer erneuern.

Ein bewusster Umgang mit Trinkwasser trägt deshalb nicht nur zur Entlastung der Brunnenanlagen und des Hochbehälters Tiefental bei, sondern hilft auch, unsere natürlichen Wasserressourcen langfristig zu schützen.

Jeder Beitrag hilft

Bereits kleine Veränderungen im Alltag können dazu beitragen, die Wasserversorgung nachhaltig zu entlasten und Verbrauchsspitzen zu reduzieren.

Die Stadtwerke Freilassing empfehlen daher:

  • Nach Möglichkeit Regenwasser für die Gartenbewässerung in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verwenden.
  • Das Befüllen von Swimmingpools oder größeren Wasserbecken zu vermeiden.
  • Fahrzeuge bevorzugt in Waschanlagen mit Wasseraufbereitung reinigen zu lassen.
  • Trinkwasser im Haushalt bewusst und sparsam einzusetzen.
  • Undichte Wasserhähne oder Leitungen zeitnah zu reparieren.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und eine der wertvollsten natürlichen Ressourcen. Die Stadtwerke Freilassing überwachen die Fördermengen der Brunnenanlagen sowie die Füllstände des Hochbehälters Tiefental rund um die Uhr, um auch bei erhöhtem Verbrauch eine sichere Versorgung gewährleisten zu können.

Derzeit besteht kein Anlass zur Sorge. Mit einem bewussten und nachhaltigen Verbrauchsverhalten kann jedoch jeder Einzelne dazu beitragen, unnötige Verbrauchsspitzen zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung auch während längerer Hitze- und Trockenperioden sicherzustellen.

Die Stadtwerke Freilassing bedanken sich herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Gemeinsam leisten alle einen wichtigen Beitrag zum Schutz der wertvollen Trinkwasserressourcen – heute und für kommende Generationen.

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